Mehr als neun von zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bonn arbeiten im Dienstleistungsbereich. Das Kapital der meisten Firmen steckt deshalb nicht in Maschinen, sondern in Dokumenten, Postfächern und Teams-Kanälen. Die wichtigste Sicherheitsfrage im Haus lautet: Wer kann darauf zugreifen?
Hinzu kommt das Umfeld: Dienstsitze mehrerer Bundesministerien, 19 UN-Einrichtungen, rund 170 weitere internationale Organisationen, Verbände und Wissenschaft. Wer für oder mit solchen Häusern arbeitet, kennt den Alltag. Ein Projektpartner aus dem Ausland braucht einen gemeinsamen Ordner, eine Gutachterin soll einen Entwurf kommentieren, eine Honorarkraft ist für drei Monate dabei.
Wer mit internationalen Partnern arbeitet, hat Kolleginnen und Kollegen in anderen Zeitzonen. Anmeldungen aus dem Ausland oder zu ungewohnten Uhrzeiten sind dann normal. Ungeprüft durchgehen sollten sie trotzdem nicht.
Zugänge für Externe sind schnell eingerichtet. Schwierig wird es ein halbes Jahr später, wenn niemand mehr weiß, wer noch mitliest. Genau dort fangen wir an: mit einer Bestandsaufnahme, wer heute worauf zugreift, und mit Regeln, die im Alltag halten.